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Raps – auf gewässerschonende Unkrautbekämpfung achten!

Auf rund 6.800 Hektar ernten jährlich Oberösterreichs Rapsbauern aufgrund des guten Ertragsniveaus mittlerweile rund 40 Prozent der österreichischen Rapsproduktion. Raps bereichert jede Fruchtfolge und ist ein sehr guter Stickstoffverwerter. Bei der Unkrautbekämpfung gilt: Unbedingt auf Herbizide mit den auswaschungsgefährdeten Wirkstoffen Metazachlor und Dimethachlor verzichten!

Diese beiden Wirkstoffe sind sehr stark auswaschungsgefährdet und können im Grundwasser zu großen Problemen führen. Die Wirkstoffe Metazachlor und Dimethachlor werden nach wie vor im Grund- und Trinkwasser nachgewiesen, wie die nachfolgende Grafik für den Wirkstoff Dimethachlor (Colzor Trio, Butisan, Fuego, etc.) zeigt. Daher wird eindringlich ersucht, flächendeckend auf Pflanzenschutzmitteln mit diesen auswaschungsgefährdeten Wirkstoffen zu verzichten!
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Funde von Dimethachlor Metabolit CGA 3698731 (GZÜV – Messdaten 2024, Quelle: Land OÖ) © Land OÖ
Der Einsatz der Wirkstoffe Metazachlor (Butisan, Fuego etc.) und Dimethachlor (Colzor Trio) ist für Teilnehmerinnen und Teilnehmer an der ÖPUL-Maßnahme "Vorbeugender Grundwasserschutz - Acker" (GRUNDWasser 2030) bei Raps in der Gebietskulisse nicht möglich. Zusätzlich dürfen Pflanzenschutzmittel mit den Wirkstoffen Metazachlor und Dimethachlor in Wasserschutz- und -schongebieten nicht angewendet werden.
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Unkrautfreier Rapsbestand im Herbst – OHNE die Wirkstoffe Metazachlor und Dimethachlor! © BWSB/Wallner

Fazit:

Jede/r ist gefordert! Damit eine Reduktion der Funde von Dimethachlor und Metazachlor im Grundwasser langfristig möglich ist, ist Solidarität erforderlich, Es geht nur gemeinsam! Es wird seitens der Beratung danach getrachtet, dass alle rapsanbauende Betriebe dieses Problem ernst nehmen und auf Ersatzprodukte umsteigen. Gleiches gilt übrigens auch für den Gemüseanbau!